Vor einiger Zeit habe ich euch davon erzählt, dass ich mich gegen den Wehrdienst gestellt habe. Aus diesem Grund musste ich eine KDV (Kriegsdienst-Verweigerung) an das zuständige Amt schicken, in der ich begründen musste, warum ich den Wehrdienst verweigere. Promt kam auch die Antwort vom zuständigen Amt für Zivildienst. Jetzt bin annerkannter Kriegsdienstverweigerer.

Aber damit ist die Sache noch nicht gegessen. Dafür das ich den Wehrdienst verweigere muss ich nun 9 Monate Zivildienst leisten (eben anstatt Wehrdienst). Für mich ist dieser Punkt jedoch kein Problem, da ich sowieso schon ehrenamtlich im Roten-Kreuz tätig bin.

Als ich meine Annerkennung bekommen habe bin ich am nächst möglichen Tag zum Roten Kreuz gefahren und habe mich nach Zivistellen erkundigt. Das Rote Kreuz in Fürth bietet verschiedene Zivi-Möglichkeiten an. Würde ich mich nicht selbstständig nach einer Stelle umschauen, teilt mir das Bundesamt für Zivildienst eine geeignete Stelle zu.

Ich habe nun eine Stelle als “Blutfahrer” bekommen. Ab den 2. August bin ich für die nächsten neun Monate Zivi im Roten-Kreuz Fürth. Im ersten Monat, vom 9. August bis zum 3. September, bin ich jedoch in Augsburg. Dort bekomm ich eine einmonatige Ausbildung zum Rettungshelfer, ein Fahrsicherheitstraining und bestimmt vieles mehr – Eben mit allen drum und dran!

Als Blutfahrer muss man folgendes machen:
Es wird Blut in Form von Kreuzblut, Blutkonserven, Thrombozyten und Blutplasma mit Kühlboxen austgestatten Fahrzeugen von Arztpraxen und Kliniken zum Labor, aber auch von Klinik zu Klinik gefahren.

Jetzt muss mich nur noch das Bundesamt für Zivildienst als Blutfahrer anerkennen und mir meine Bestätigung schicken.

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9 Antworten : “Zivildienst – Ich bin (fast) genommen”

  1. Na, ich bin mir sicher, dass wir uns dann ganz real mal sehen werden :-)

  2. Kommst du wohl aus Augsburg? :-)

  3. Dann darfst du ab sofort mein Blut durch die Gegend fahren. Ich bin nämlich regelmäßiger Spender. ;-)

  4. Hallo Sebastian,

    dann gratuliere ich dir recht herzlich! Toller und vorallem verantwortungsvoller Job!

    Viel Spaß!

    Gruß
    Matthias

  5. @Carsten: Ich spende auch – Beim BSD in Nürnberg
    @MacBeth: Jap, und auch ein wenig gefährlich… :-)

  6. Blutfahrer -> Da musste ich erstmal grinsen über die Bezeichnung.
    Aber wenn du diese Stelle bekommst, scheint es mir ja eine angenehme Stelle zu sein. :D
    Blutkonserven einpacken, fahren, wieder auspacken und warten bis die nächste Fuhre dran ist. ;)

    Aber gefährlich ist es ja nun nicht unbedingt. Oder wo siehst du da eine Gefahr? Höchstens vielleicht auf der Straße.

    Viel Spaß dir dabei.

  7. @Tobi: Auf der Straße ist es am gefährlichsten, besonders dann, wenn man Sonderrechte hat (Blaulichtfahrt). Ich merke es immer wieder (wenn ich Beifahrer bin), dass viele sehr unaufmerksam im Straßenverkehr sind.

  8. Ja gut, kenne ich ja auch. Selbst die Anfahrt zum Feuerwehrhaus ist schon gefährlich. Aber da gewöhnste dich schnell dran. :D

  9. Also ne Stelle als Hausmeisterzivi wäre sicher stressfreier gewesen…
    Ich hab beim BRK Fürth meinen Zivi als Fahrer im Behinderten und Patientenfahrdienst geleistet.
    Hat schon auch Spaß gemacht aber ich war dann einfach nur froh als die 9 Monate rum waren.

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  1. Die Schule hat ein Ende | Sebastian Engler - Die Sucht der Fotografie - [...] hinter mir haben. Viel Zeit habe ich nach meiner Schulzeit nicht, denn es geht sofort mit dem Zivildienst weiter. ...

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