Irgendwie kommt es mir fast so vor als ob ich in diesem Blog zur Zeit nur von meinem Motorrad rede oder nur Bilder von meiner Maschine zeige.
Und dieses Phänomen stimmt auch. Es ist auch einfach zu erklären warum: Derzeit ist es eben so, dass ich oder mein Motorrad ein paar Probleme miteinander haben, an den entweder ich schuld bin oder eben meine Susi

Alles angefangen hat es Anfang dieser Woche. Am Dienstag. Am Tag des starken Unwetters…
Nach der Schule so gegen 17 Uhr habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden um endlich mal meine Kette Nachzuspannen, die es wirklich bitter nötig hatte. Soweit kein Problem. Kette ist gespannt, die Sonne hat geschienen und alles war wunderbar.
Anschließend war Zeit für Nachhilfe und ich habe mich auf den Weg gemacht. Natürlich mit dem Motorrad. Daheim habe ich noch so halb mitbekommen, dass es angeblich ein Unwetter geben sollte und hatte mir gedacht: Völliger Quatsch… Das Wetter ist doch bombastisch…
Dem war aber nicht so! An so ein Unwetter kann ich mich, ehrlich gesagt, nicht erinnern. Das Unwetter hat den Anschein gemacht, dass die Welt jede Sekunde untergehen könnte. Es hat gehagelt, geblitzt und gedonnert und natürlich nicht zu vergessen sehr stark geregnet.
Bei so einem Wetter bleibt man lieber daheim und fährt nicht Motorrad, denkt sich manch einer - Aber Sebastian ist anders.
Und das stimmt! Ich bin bei dem Unwetter mit dem Motorrad wieder heimgefahren. Ich hatte ehrlich gesagt kein schlechtes Gefühl bei so einem Wetter zu fahren. Mir war auch nicht mulmig. Und ich hatte kein bedenken, dass bei so einem Wetter etwas schlimmes passieren könnte. Ich bin ja schon öfters durch regnerische Tage gefahren.
Aber ich habe mich getäuscht. Ich habe mich gewaltig getäuscht!
. Aber ich bin ja schließlich noch jung und lerne aus meinen Fehlern.^^
Ich fahre mit meinem Motorrad nichts ahnend eine normale Straße entlang und plötzlich tritt das Auto vor mir auf die Bremse und macht eine Gefahrenbremsung. Ich habe es gerade so geschafft am Auto vorbei zu kommen. Der Schock saß noch tief in den Knochen, aber das war noch nicht alles. In dem Moment, als ich neben dem Auto war kam eine riesige Wassermenge auf mich zu geschossen und ich wusste nicht mehr, wo oben und unten ist.
Für ungefähr eine Sekunde hatte ich nichts mehr gesehen und habe mir nur gedacht: “Motorrad gerade halten, nicht lenken, einfach fahren…” Als ich wieder etwas gesehen habe, habe ich nicht schlecht geschaut und war sehr verdutzt. Ich fahre auf einmal mit meinem Motorrad in einer 50-70 cm tiefen Wasserlache. Ich muss echt lustig geschaut haben, als ich in so einem tiefen Seeartigen Wasser gefahren bin.
Jetzt wurde mir auch bewusst warum das Auto so stark abgebremst hatte. Naja mir hat es nichts gebracht ich bin mit karacho in den “See” gefahren.
Während der Weiterfahrt habe ich mir echt Gedanken gemacht, wie ich nun am besten aus der Lache wieder raus komme. Die Abzweigung nach oben wollte ich nicht nehmen, weil da schon 3 Autos festgesteckt hatten, also blieb mir nur noch die Möglichkeit gerade aus zu fahren. Das hab ich dann auch gemacht und bin, verrückt wie ich eben bin, weiter gefahren.
Daheim angekommen und patsch-nass wurde mir erst bewusst, dass ich mich selbst in sehr große Gefahr gebracht habe und dass es nicht so glimpflich ausgehen hätte können – Bestes Beispiel: Hätte ich es nicht mehr geschafft dem Auto auszuweichen…
Aber andererseits gab es einen echt coolen Kick und Adrenalin pur!!!
Für die, die jetzt denken, dass ich echt dämlich bin: Ihr habt recht und ich kann sagen, dass ich sowas auf keinen fall mehr machen werde. Sowas tu ich mir nicht nochmal an. Besonders das, was jetzt kommt:
Das ich bei so einem Wetter gefahren bin hatte die Auswirkung, dass mein Motorrad – und jetzt übertreib ich nicht – von oben bis unten, in jeder noch so kleinen Ritze und Mulde dreckig war. Dreck ist gar kein Ausdruck. Es war hartnäckiger Schlamm. Schlamm von der Erde, die durch die enormen Wassermengen aufgewühlt wurden. Dieser Dreck hat sich nicht nur an meinem Cockpit gesammelt, sondern auch in meinen Luftkanälen, sowie meiner Luftfilterbox. Ablaufen konnte das Wasser nicht, da die Ablauflöcher alle durch den Schlamm verstopft waren.
Das hieß nun: Am Donnerstag und Freitag muss das Motorrad komplett auseinander gebaut und trocken gelegt werden, denn Wasser im Motor ist gar nicht gut…
Ich sags euch, ihr könnt es euch nicht vorstellen, was das für eine dämliche Arbeit war. Aber ein Vorteil hat es: Ich lerne durch das ständige auseinander und zusammen bauen mein Motorrad sehr gut kennen und kann schon fast eine Motorradwerkstatt aufmachen

Zum Glück hat mir mein Bruder noch ein wenig geholfen, als ich mich in Richtung Motor vorgekämpft hatte. Mein Bruder hat eben ein wenig mehr Ahnung von Motor und Co. Auf dem Bild sind sogar meine Drosselscheiben zu sehen, damit weniger Luft in den Motor kommt.
Jetzt ist meine Maschine wieder sauber und wieder fahrbereit.
Nochmal kurz zum Schluss: Ich werde nie wieder bei so einem Wetter Motorrad, oder Auto fahren.
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Sei froh, dass du nur im Regen gefahren bist und net im Hagel der eiswürfelgroß runtergekommen is.
Das stimmt. Ich hab gleich nach meiner Wasserfahrt meinen Schuztengeln gedankt.
Du hast aber nicht vergessen, die Drosselscheiben wieder einzubauen, oder?
Hehe. Nein, habe ich nicht.
Wie ist das eigentlich? Wenn ich die jetzt nicht mehr rein hätte wäre ja mein Motor nicht mehr auf die wirkliche Leistung eingestellt.
Wenn der Motor nicht auf die vorhandene Leistung eingestellt ist, dann kann der Motor doch recht schnell kaputt gehen, oder nicht?
Oder täusche ich mich da?
Ich bin kein Profi, aber soweit mir bekannt ist, muß der Motor da nicht extra eingestellt werden. Einzig du mußt es in den Papieren umschreiben lassen.
Aber was war denn dann bei meiner Drosselung so teuer??? Der Drosselsatzu kostet im Internet gerade mal 80 Euro… Und ich hab mich dämlich gezahlt?!
Komisch. Hätte ja sein könnnen, dass es zwischen Vergaser und Einspritzer einen unterschied gibt…
Wie gesagt, ich bin kein Profi. Sicher kann da einer deiner Leser besser Auskunft geben. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass die Arbeitsleistung gut zugerechnet wird.