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HP LP2475w – Mein neuer Bildschirm

HP LP2475w (3)

Seit einer knappen Woche haben ich jetzt den HP LP2475w im Einsatz und bin sehr zufrieden. Ich bin zwar noch nicht dazu gekommen den Monitor zu kalibrieren, aber nächste Woche habe ich es mir fest vorgenommen. Ich habe mich von meinen alten 19″ (4:3 Seitenverhältnis) Monitor getrennt und habe mir dafür einen 24″ Monitor (16:10 Seitenverhältnis) gekauft. Der Grund für den Wechsel lag an der schlechten Bildqualität vom alten 19″ Monitor.

In diesem Artikel geht es um einen kurzen und informativen Testbericht zum HP LP2475 Monitor.
Dieser Bildschirm wurde speziell für die Bild- und Videobearbeitung (dank IPS-Panel) entwickelt, natürlich ist dieser Monitor auch (sehr) gut für Office und normalen PC-Anwendungen (DVD, etc.), sowie Gelegenheitsspieler geeignet. Vorweg kann ich schon sagen, dass dieser Monitor für Anwender mit hohen Ansprüchen genau das richtige, und bezahlbar (!) ist. :-)

Vorab: Was ist schlechte Bildqualität?
Ausschlaggebend für die Qualität eines Bildschirmes ist nicht die Verarbeitung des Monitors, sondern vielmehr das verbaute Panel. Es gibt diverse unterschiedliche Panels, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Mein alter Monitor hatte ein TN-Panel verbaut. Der Vorteil bei diesem Panels ist der günstige Preis in der Herstellung, darum ist dieses Panel in den meisten Bildschirmen verbaut und kann somit kostengünstig angeboten werden. Der Nachteil bei TN-Panels ist einerseits die schlechte Farbraumdarstellung und die extreme Blickwinkel-Abhängigkeit, d. h. wenn man nur leicht von der Seite auf den Bildschirm schaut werden die Farben sehr verfälscht angezeigt. Wer also auf Farb(detail)treue sehr hohen Wert legt, sollte sich lieber ein Bildschirm mit einem verbauten IPS-, oder PVA-Panel aussuchen. Neben der hohen Farbraumabdeckung der beiden (IPS und PVA) Panels ist auch eine sehr hohe Blickwinkel-Unabhänigkeit mit 178° Betrachtungswinkel sehr lobenswert. Leider sind diese Panels relative teuer in der Herstellung.

Technische-Daten / Schnellübersicht:

HP LP2475w
Display:
Bildschirmtyp TFT
Bildschirmgröße 24″ (24 Zoll)
Verbautes Panel S-IPS
Auflösung:
Max. Auflösung 1922 x 1200 (Pixel)
Frequenz bei max. Auflösung 60 Hz
Bildschirm-Spezifikation:
Reaktionszeit 6 ms
Kontrast 1000:1
Helligkeit 400 (cd/m²)
Horizontaler / Vertikaler Blickwinkel 178 ° / 178 °
Konnektivität:
Schnittstellen 2 x DVI-I; 1 x HDMI; 1 x DisplayPort; 1 x Component-Video-Eingang; 1 x Composite-Video-Eingang; 1 x S-Video-Eingang; 1 x USB-Upstream; 6 x USB-Downstream; SPDIF


Kurztest:
Der Lieferumfang ist sehr erfreulich und lässt keine Wünsche offen. Es sind alle Kabel mit dabei, die man zum anschließen des Monitor benötigt. Auch die Bildqualität (auch wenn er noch unkalibriert ist) und Ausleuchtung (homogenität) lässt für mich ebenso keine Wünsche offen.
Ich habe mich letztendlich für diesen Bildschirm entschieden, weil er eine Farbraumabdeckung im sRGB-Bereich von 100% abdeckt – Genau das, was ich für die Bildbearbeitung brauche. Dadurch das der Betrachtungswinkel und die Farbraumabdeckung so enorm hoch ist, gibt es keine Farbungenauigkeiten bei der Bearbeitung und auch beim späteren Druck keine negativen Ergebnisse mehr. Einfach top!

Fazit:
+ sehr guter Lieferumfang
+ sehr gute Verarbeitung
+ stabiler Standfuss mit Pivot-Funktion (drehbar)
+ gleichmäßiges Bild und sehr gute Farben
+ einwandfreie Farben in Photoshop
+ sehr gutes Preis- / Leistungsverhältnis

- hoher Stromverbrauch (für mich kein ausschlaggebendes Kriterium)
-
nicht für Profi-Gamer geeignet (Reaktionszeit)

Mit dem HP LP2475w kann man nicht viel falsch machen, er ist nicht annähernd so teuer wie die Profi-Geräte (z. B. Eizo) und bietet für seinen Preis ein perfektes Preis-/Leistungsverhältnis.

Wenn noch Fragen zu diesem Bildschirm aufkommen, auf die ich jetzt nicht eingegangen bin, dann schreibt mir einen Kommentar und ich werde euch eure Frage beantworten.

Autor: Sebastian Engler

Ich interessiere mich für die Fashion- & Portraitfotografie und betrachte die Welt gerne aus einen anderen Winkel. Neben meiner fotografischen Leidenschaft studiere ich Informatik und fahre sehr gerne Motorrad.

7 Kommentare

  1. Eine Kalbrierung empfehle ich Dir dringend.

    Einer meiner Assistenten hat den gleichen Monitor und als ich den vor der Kalibrierung sah, war ich ziemlich schockiert (auch wenn die Exemplare gerade in dieser Preis-Leistungsklasse sicher stark in Ihrer Werkseinstellung variieren werden).

    Vor allem ist die Helligkeit VIEL zu hoch!

    Mein subjektiver Eindruck war, das der Monitor sicher eine deutliche Verbesserung ggüber JEDEM Monitor mit TN-Panel ist. Letztere sind sogar bei der ANZAHL der darstellbaren Farben stark eigeschränkt und deswegen lassen sich Treppen in Farbverläufen dort grundsätzlich nur mit Tricks vermeiden, die die gesamte Bildqualität NOCH weiter senken.

    Wer ein sehr enges Budget hat und einen für Bildbearbeitung brauchbaren 24-Zöller sucht, liegt damit nicht falsch.
    Allerdings war mein Eindruck auch, dass er nicht mit entsprechenden Modellen von Eizo, NEC oder Quato konkurrieren kann, auch wenn die technischen Daten allein das suggerieren.
    Das liegt vor allem an den sehr eingeschränken Einstellmöglichkeiten des OSD, in dem selbst die Gain-Einstellung der 3 Farbkanäle fehlt – sehr schlecht für die Kalibrierung.

    Gruß

    MiGel

  2. Die Helligkeit habe ich auch sofort reduziert – Wirklich viel zu hell. Die Kalibrierung mache ich im laufe der nächsten Woche.

    Das Eizo und Quato besser sind, möchte ich nicht ausschließen – Nicht umsonst sind die Bildschirme von Eizo, und co. so teuer. Doch für das Hobby und die Amateure macht der HP-Monitor seine Arbeit sehr gut.

  3. Ich muß mich korrigieren: Die Gain-Einstellungen gibt es (und mußte bei meinem Assistenten auch ordentlich runtergestellt werden, um auf sinnvoll niedrige Helligkeit zu kommen), was fehlte war eine Einstellmöglichkeit für das Gamma.

  4. Danke für diese informative Review, Sebastian.

    Den muss ich mir eindeutig mal ein wenig genauer anschauen, denn preislich würde der echt gut ins Budget für dieses Jahr passen. :)

    Gruß Jan

  5. Wie gut ein Monitor ist, kann man eigentlich erst wirklich beurteilen, wenn man die Darstellung mit irgendwas vergleichen kann.
    Also entweder mit einem Referenzmonitor, der direkt daneben steht, oder mit einem Druck bei gutem Umgebungslicht.

    Wenn man ohne Vergleich schon Probleme sieht, ist der Monitor entweder Schrott oder sehr schlecht eingestellt.

    Sehr lustiger Kommentar grad letzte Woche von einem Kollegen: “Hey, Du hast ja jetzt einen Farbverlauf in dem Fenster, schick!”
    Meine Antwort nachdem ich draufgeschaut hatte: “Nee, das sieht nur aus wie ein Farbverlauf weil Dein billiger Monitor so blickwinkelabhängig ist.”

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